KW 17/21 – Gedanken zur Welt

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Gedanken zur Welt – groß gegriffen, in diesem Format versuche ich schlicht meine Sicht auf die aktuelle Weltlage (soweit sie mich betrifft bzw. für mich interessant ist) aufzugreifen. Ganz klar besteht hier kein journalistisch neutraler Anspruch, sondern eher das traditionelle „Web-Log“-Format als Tagebuch. Die Einträge beziehen sich jeweils auf den Zeitraum einer Kalenderwoche.

Corona – Covid-19-Impfreihenfolge, Ausgangssperren, Impftermine und Homeoffice

Nichts was Gedanken über das aktuelle Leben beinhalten soll kommt an dem Thema Corona vorbei: die Bilder aus Indien zu Covid-19 sind verstörend, die Situation vor Ort scheint vollkommen außer Kontrolle. Zwar ist man hinterher immer schlauer, aber die Berichterstattung zeigt eindrucksvoll, was passieren könnte, wenn auf Maßnahmen wie die Corona-Notbremse verzichtet würden.

Klar ist aber auch: gegen die Pandemie hilft letzten Endes nur Impfen. Über die Impfreihenfolge kann man sich vorzüglich streiten: sollten erst die besonders mobilen Mitglieder der Gesellschaft geimpft werden, sollten erst die Risiko-Gruppen geimpft werden, sollten die impfstoffproduzierenden Länder Dosen abgeben bevor die eigene Bevölkerung geimpft ist (und damit ggf. die Impfstoff-Produktion gefährden) usw. Letzten Endes sollte jeder den Zugang zu Impfstoff haben, ob er ihn dann sich auch tatsächlich verabreichen lässt ist wie bei der Impfung gegen FSME (die Viren, die vor allem durch Zeckenbisse übertragen werden und auch bleibende Schäden verursachen können) selbst überlassen. Ich habe bewusst nicht Grippe als Vergleich gewählt, auch wenn die Übertragungswege hier besser zuCovid-19 passen.

Ob die Ausgangssperren in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 ein probates Mittel der Pandemiebekämpfung sind, wird die Zeit zeigen – als einzelne Maßnahme vermutlich eher nicht, um die Leute Abends aus Parks in lauen Frühlingsnächten fernzuhalten vermutlich schon. Ob sie im Sinne der bundesrepublikanischen Verfassung verhältnismäßig sind, werden die Gerichte klären müssen – wobei sich die Frage stellt, ob das noch vor dem Ende der Pandemie (im Sinne von: jeder hätte die Möglichkeit, sich um einen Impftermin zu bemühen) passiert ist aktuell noch nicht abzusehen.

Thema Impftermine: persönliche finde ich es Schade, dass die Impftermine nicht zentral vergeben werden. Neben dem Impfzentren können jetzt auch die Hausärzte impfen, sofern sie Impfstoff haben. In einer funktionierend digitalisierten Verwaltung hätte ich mir vorgestellt, dass nach der Registrierung für eine Impfung (über das Impfzentrum) die Hausärzte ihre Kapazität schlicht einem gemeinsamen Pool melden. Danach erwartete ich eine Benachrichtigung, wann ich wo für eine Impfung im Umkreis um meinen Wohnort vorbei kommen kann. Auch die nötigen Einwilligungen und sonstigen Unterlagen könnten dank digitalem Personalausweis auch schon im Vorfeld unterschrieben werden. Von dem digitalen Impfnachweis will ich hier gar nicht anfangen, das hebe ich mir für die folgenden Wochen auf.

Zu guter Letzt wichtig für diejenigen die noch nicht geimpft sind: nicht nur sind Arbeitgeber angehalten, Homeoffice zu ermöglichen wo immer es geht, mit dem Beschlossenen Infektionsschutzgesetz (Corona „Notbremse“) müssen Arbeitnehmer dieses Angebot auch annehmen – außer, es sprechen Gründe dagegen. Allein: weder sind die Gründe, kein Homeoffice zu machen genau definiert, noch sind Strafen vorgesehen. Natürlich steht außer Frage, dass es sinnvoll ist, wo immer möglich Homeoffice zu machen, die Ansteckungs-Risiken für den Einzelnen sinken durch fehlenden Kontakt zu Kollegen und anderen Menschen auf dem Weg zur Arbeit.

Wahlkampf 2021: die muntere Kandidatensuche ist beendet, kommen jetzt Inhalte?

Anscheinend war es gerade für die CDU/CSU sehr spannend, einen Kanzlerkandidaten zu küren – zwar entscheidet das noch keine Bundestagswahl, unterhaltsam war es dennoch. Bei den anderen Parteien will Olaf Scholz (SPD) vom Vizekanzler jetzt den Chef-Posten, Annalena Baerbock (Grüne) scheint die aussichtsreichste Kandidatin zu sein – die Union geht mit Armin Laschet ins Rennen, nachdem er sich im internen Kampf gegen Markus Söder durchsetzen konnte (bzw. die CDU eine Mitgliederbefragung vermieden hat). Im September wird sich dann zeigen, ob es einen Wandel in Deutschland gibt oder eine Vernunft-Koalition wie Schwarz-Grün.

Unabhängig von den Kandidaten sollte es jetzt auch mal um die Inhalte gehen: wer auch immer die jeweiligen Wahlprogramme vertritt, letzten Endes geht es nur darum was beschlossen wird, nicht wer die Dinge dann präsentiert. Schließlich geht es am Ende um die Dinge, die jeden Einzelnen betreffen.

Zu den Wahl-Programmen selbst werde ich vielleicht in einer der nächsten Beiträge etwas schreiben, sobald alle Parteien ihre finalen Vorschläge für die weitere politische Gestaltung in diesem Land veröffentlicht haben.

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