KW 19/21 – Gedanken zur Impfung mit AstraZeneca

impfpass

In der ersten Mai-Woche war es soweit: die erste Covid-19-Impfung hat ihren Weg in meinen Arm gefunden. Die Impfreaktionen sind wie erwartet ausgefallen, am Abend der Impfung gab es Schüttelfrost und leicht erhöhte Temperatur, am nächsten Tag war ich schon wieder fit genug für Homeoffice. Am zweiten Abend das selbe Spiel, nur etwas schwächer, am dritten Tag dann nur noch etwas schmerzen an der Einstichstelle. Letzteres schiebe ich auf den etwas vermurksten Einstich, weniger auf die Impfung selbst.

Jetzt nach anderthalb Wochen merke ich keine Nebenwirkungen. Klar ist aber auch, dass das selbe individuell ist und man sich vor einer Impfung gut informieren sollte, bevor man sich dazu entscheidet. Seriöse Quellen sind z.B. das Paul-Ehrlich-Institut, die Informationen zur Sicherheit der zugelassenen Covid-19-Impfstoffe veröffentlichen.

Was nach wie vor verwirrend ist: so richtig klar, wer wann wo von wem geimpft wird, ist noch nicht klar. Vor zwei Wochen hatte ich es schon angesprochen, dass die Vergabe der Impftermine etwas zufällig erscheint, in der Zwischenzeit ist dieser Eindruck noch verschärft worden: zum einen können die Arztpraxen impfen (und damit sind nicht nur Hausärzte gemeint, sondern auch Fachärzte), zum anderen ist die Impfreihenfolge jetzt vollkommen aufgehoben (bzw. liegt in der Verantwortung der Ärzte), zu guter Letzt vergeben längst nicht alle Ärzte überhaupt Termine. Das Ergebnis: im Bekanntenkreis schwankt es zwischen „vielleicht über den Betriebsarzt im Juni irgendeinen Impfstoff“ und „Biontech über einen Facharzt“ – alles mit Priorität 4, also eigentlich komplett ohne. Ich traue mich gar nicht, eine befreundete Lehrerin in Schleswig-Holstein zu fragen was ihr Impfstatus ist.

Ebenfalls etwas seltsam: der wechselnde Abstand zwischen der 1. und der 2. AstraZeneca-Impfung: zu meinem Impftermin war die 2. Impfung noch nach 12 Wochen eingeplant (was Stand 16.05.2021 immer noch der empfohlene Abstand ist), einen Tag später wurde der Zeitraum dann auf 4 Wochen verkürzt – in Absprache mit dem Arzt. Hintergrund anscheinend nur: die Akzeptanz des Impfstoffs soll gerade mit Blick auf die Urlaubssaison erhöht werden. Ich für meinen Teil werde meinen Hausarzt die nächsten Wochen erstmal nicht nerven mit einem neuen Termin, nach 8 – 10 Wochen nach der ersten Impfung kann man vielleicht mal anfragen. Der Punkt ist aber: selbst wenn man versucht, ständig über die aktuelle Corona-Impf-Entwicklung informiert zu bleiben, ist es extrem schwierig. Hier versagen die Medien und auch die Politik, die die Vorgaben zu häufig ändert.

Auf jeden Fall bleibt es „spannend“, wie sich die Impfkampagne weiter entwickelt und ob tatsächlich zum Sommer weitergehende Lockerungen kommen – gerade die Maskenpflicht „nervt“ im Alltag und wird in anderen Ländern wie den USA bereits langsam zurückgefahren.

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